Apr
10.
Hepatitis A- Eine häufig sinnvolle Reiseimpfung
Seit Anfang des Jahres wurden in Italien in der Region Kampanien rund 150 Hepatitis A-Infektionen gemeldet, etwa 85 davon in Neapel. Infektionsquelle waren hier unzureichend gegarte Muscheln. Auch Taiwan und die Tschechische Republik melden seit Jahresbeginn einen Anstieg lokal erworbener Fälle: Taiwan meldete 277 Erkrankungen und erreicht damit die höchsten Fallzahlen seit 2017. Besonders betroffen sind jüngere Männer. Auch sexuelle Übertragungen spielen eine Rolle. In der Tschechischen Republik wurden in den ersten 2 Monaten dieses Jahres 643 Infektionen gemeldet, im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren
es 232. Bereits 2025 waren die Fallzahlen deutlich gestiegen.
Hepatitis A ist eine Viruserkrankung, die hauptsächlich durch den Verzehr verunreinigter Nahrungsmittel (rohes Gemüse, Früchte, Salat) und das Trinken von verunreinigtem Wasser übertragen wird. Häufig kommt es auch zu einer Aufnahme des Erregers beim Essen von Austern und anderen rohen Meeresfrüchten, in denen sich das Virus anreichern kann.
Zudem kann man sich durch engen Kontakt zu infizierten Menschen anstecken. Warmes Klima sowie schlechte Hygienebedingungen und mangelhafte Sanitäranlagen begünstigen die Verbreitung des Erregers, der von Erkrankten mit dem Stuhl ausgeschieden wird.
Etwa zwei bis vier Wochen nach der Infektion treten unspezifische Symptome wie Erbrechen,Durchfall, Fieber und Gliederschmerzen auf. Zusätzlich kann es zu einer Gelbfärbung des Augapfels oder der Haut kommen, daher der umgangssprachliche Name „Gelbsucht“ für eine Hepatitis A-Erkrankung. Bei Kindern ist der Krankheitsverlauf generell milder als bei Erwachsenen.
Hepatitis A ist weit verbreitet, ein Infektionsrisiko besteht bei Reisen nach Afrika, Asien, Mittel- und Südamerika (insbesondere in tropischen Gebieten), aber auch in osteuropäischen Ländern sowie im gesamten Mittelmeerraum.
Die wichtigste Präventionsmaßnahme ist die Hepatitis A-Impfung, die auch noch recht kurzfristig vor Reiseantritt verabreicht werden kann. Um einen langfristigen (vermutlich lebenslangen) Schutz zu erreichen, ist nach 6 – 12 Monaten noch einmal eine zweite Impfdosis erforderlich.
Zu den weiteren vorbeugenden Maßnahmen in Risikoregionen, die aber u.U. nicht gut umsetzbar sind, zählen insbesondere:
Nur Wasser aus sicherer Quelle trinken, z.B. aus industriell abgefüllten und
versiegelten Flaschen, oder alternativ Wasser selber abkochen
Nahrungsmittel vor dem Verzehr kochen, garen oder schälen
Auf den Verzehr roher Meeresfrüchte sowie auf Eiswürfel in Getränken besser
verzichten
Auf gute Hygiene achten, z.B. gründliches Händewaschen v.a. vor dem Essen und nach der Toilettennutzung
Von: © Inhalte: CRM Centrum für Reisemedizin Presseteam
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