• Mär
    08.

    ITB Berlin 2023 Geschäftsreisen sind teils noch weit vom Vor-Corona-Niveau entfernt

    Nach dem Absturz 2020 vollzog die Kurve zum Jahreswechsel 2021/22 einen steilen Peak, fiel aber seitdem wieder ab, etwa durch Chinas schnelle Öffnung und die große Erkrankungswelle dort. Die Kurve zeigt seitdem insgesamt nach unten – bis voraussichtlich 2026.

    Die Entscheider über Dienstreisen hätten in der Pandemie gezwungenermaßen gelernt, dass virtuelle Meetings in mancher Hinsicht Vorteile böten, wenn auch andererseits der physische Kontakt nicht grundsätzlich zu ersetzen sei, so Neufang. Außerdem werde Nachhaltigkeit immer mehr zum Thema, und weniger Dienstreisen verringerten den CO2-Fußabdruck. Gleichwohl seien Geschäftsreisen zu internen Meetings nicht vollends außer Mode gekommen.

    Finanzunternehmen und Versicherungen lägen deutlich an der Spitze der Branchen, die die Reisetätigkeit wieder weitgehend auf Vor-Corona-Niveau betrieben, berichtete Neufang. Am anderen Ende der Skala fänden sich NGOs und Stiftungen.

    Immerhin 45 Prozent der Reisemanager hätten ihr Budget inzwischen aufgestockt. Angesichts allgemeinen Fachkräftemangels seien auch die Ansprüche der Reisenden gestiegen: Viele erwarteten, dass sie „blended travel“ praktizieren können, um etwa an eine Dienstreise noch ein paar Urlaubstage in der Zielregion anzuhängen. Eine Umfrage bei Reisemanager*innen habe ergeben, dass die Arbeitgeber in dieser Frage gespalten sind: 41 Prozent erlauben es, Tendenz steigend, 42 Prozent nicht.

    Zusammenfassend zählte sie fünf Trends für Geschäftsreisen auf: China bleibe sehr schwer berechenbar, der Reisende an sich sei anspruchsvoller, der Wunsch nach „grünerem Reisen“ sei stärker, der Technologiewandel wirke sich bremsend aus und die persönlichen Reisen würden wieder eine große Rolle spielen.

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